Geschichtliches

Im späten 17. Jahrhundert waren die niederländischen Manufakturen in der Herstellung von Metallguss-Kochgefäßen fortschrittlicher als die englischen Eisenhütten.
Die Niederländer verwendeten trockenen Sand in ihren Gießformen.
Durch den feinen Sand bekam man eine glattere Oberfläche an den Gussstücken.
Die Nachricht von den hochwertigen Gusstöpfen sprach sich schnell über Landesgrenzen hinaus herum. Die niederländischen Töpfe wurden zu einem Exportschlager.

 

Abraham Darby, ein englischer Industrieller, ging im Jahre 1704 in die Niederlande, um mehr über das Gussverfahren zu erfahren, und um
es mit nach England zu bringen.
Er entwickelte den Sandformguss weiter und lies sich sein Verfahren 1707 patentieren.
1708 begann er in der englischen Eisenhütte in Coalbrookdale mit der Herstellung seiner Gusstöpfe.
Im Hinblick auf den niederländischen Ursprung nannte er fortan dieses Kochgeschirr Dutch Oven.

Cowboy am DO

Das Siedlungsgebiet der Pennsylvania Dutch gehörte zu einem sehr frühen Verbreitungsgebiet des Dutch Ovens in Amerika.

Durch europäische Siedler, welche aus Deutschland oder den Niederlanden kamen, fand der Dutch Oven auch seinen Weg in die USA.

Der Dutch Oven konnte sich besonders durch seine Robustheit und Vielseitigkeit beweisen.
Dadurch erlangte er einen so guten Ruf und Wert, das er sogar per Testament an seinen neuen Besitzer über ging.

DO mit HenkelViele der Töpfe hatten auch einen Griff, an dem man den Dutch Oven an einer Kette über das Feuer hängen konnte.

Im laufe der Zeit wurde der Dutch Oven flacher und bekam Füße, somit konnte man ihn auch in die Glut eines Feuers stellen.
Auch der Deckel bekam seinen bekannten Ring, um ein herunterfallen von Glut oder Kohlen zu verhindern..
Somit ließ sich der Dutch Oven komfortabel von oben und unten beheizen.