Pflege und Einbrennen

Erstbenutzung

Vor der ersten Benutzung solltet Ihr den Dutch Oven und den Deckel mit warmen Wasser, aber ohne Spülmittel zu verwenden, auswaschen.

Das ist nötig um Produktionsrückstände und Konservierungsmittel zu entfernen.

Bei der Wahl des ersten Gerichts solltet Ihr etwas fettiges und säurearmes wie z.B. Schichtfleisch oder Gulasch machen, Brötchen oder Brot folgen erst später, wenn wir eine ausgeprägte Patina haben.

Einbrennen

Viele Marken-Dutch Oven werden schon bei der Herstellung eingebrannt.

Die Dutch Oven werden mit Öl besprüht (z.B. Sojaöl) und durchlaufen dann auf einem Fließband für gewisse Zeit einen Industrieofen bei rund 400°C
Dabei verfärben sich die Anfangs silberfarbenen Töpfe tiefschwarz.

Es handelt sich dabei nicht um eine Beschichtung, sondern um eine Patina, wie sie auch im späteren Gebrauch des Dutch Oven entsteht, indem sich das Fett in die Oberfläche einbrennt.

Im normalen Gebrauch dauert der Aufbau der Patina wesentlich länger als beim industriellen Einbrennen.

Bei unsachgemäßer Behandlung wird diese Patina zerstört, oder bei „günstigen“ Modellen kann diese Patina gänzlich fehlen.
Dann müssen wir selber dafür sorgen, das wir den Dutch Oven einbrennen.

Zunächst waschen wir den Topf mit heißem Wasser (ohne Spülmittel) aus.
Das Wasser sollte möglichst heiß sein, damit es schnell wieder vom Metall verdunstet, oder man stellt den Topf kurz im Grill oder Backofen warm.

Geeignete Fette und Öle

Ein geeignetes Fett oder Öl ist dann gegeben, wenn es raffinierte Öle sind oder sie generell einen hohen Rauchpunkt (Wikipedia) aufweisen.
Geeignete Öle wären das z.B. Erdnussöl, Sonnenblumenöl, raffiniertes Olivenöl oder raffiniertes Sojaöl

Geeignete Fette sind hoch erhitzbare Lebensmittelfette wie zum Beispiel kaltgepresstes, natives Kokosfett oder Schmalz.

Nicht geeignet sind kalt gepresste Olivenöle oder kaltgepresste Rapsöle , da sie einen wesentlich niedrigeren Rauchpunkt haben und schnell verbrennen. Auch Butter oder Margarine eignen sich als alleiniges Fett zum Einbrennen nicht.

Nun reiben wir Topf und Deckel von außen und innen mit dem Fett oder Öl ein bis wir überall einen dünnen Fettfilm haben.
Jetzt wird dieser Fettfilm eingebrannt.
Das könnt Ihr in der Wohnung im Backofen machen oder draußen im Grill.
Es empfiehlt sich aber den Dutch Oven draußen einzubrennen, da es doch sehr qualmt.

Dutch Oven einbrennenSolltet Ihr im Backofen einbrennen wollen, so legt etwas Alufolie auf den Boden, damit abtropfendes Fett oder Öl nicht den Backofen verschmutzt.
Beim Einbrennen sollte die 200 °C – 220 °C Grenze nicht überschritten werden, da sich sonst gesundheitsschädigende Substanzen bilden können.
Die Gerätschaften lässt man nun für ungefähr eine Stunde einbrennen.

Nach dem Einbrennen haben wir eine dunkelbraune bis schwarze Farbe erreicht.

Achtung! Den Dutch Oven zum Abkühlen nicht mit kalten Wasser übergießen! Er würde Risse bekommen oder es könnten sogar Teile heraus brechen.

Reinigung

Zur Reinigung Eures Dutch Ovens solltet Ihr nur warmes Wasser einen Holzspachtel oder eine Bürste benutzen.

Auf keinen Fall solltet Ihr Spülmittel verwenden, da Ihr damit die Patina beschädigt!
Außerdem setzt sich das Reinigungsmittel in die Poren und wird beim nächsten Mal an das Essen abgegeben.

Wascht Euren Dutch Oven mit warmen Wasser aus.
Sollten sich feste Krusten auf dem Boden gebildet haben, nehmt einen Holzspachtel und schabt vorsichtig damit über die Stelle, bis sich die Ablagerung gelöst hat.
Dann einfach mit Zewa abtrocknen.

Es wird im Topf eine Fettschicht zurück bleiben, aber die ist erwünscht und hilft gegen Korrosion.

Lagerung

Wenn Ihr den DO einlagert, achtet darauf, das Topf und Deckel sauber sind.
Sämtliche Gussteile sollten mit einem feinen Ölfilm überzogen sein.
Die Lagerumgebung sollte sauber und trocken sein.

Wenn der Deckel auf dem DO verbleiben soll achtet darauf, mit einem Hölzchen oder ähnlichem einen Luftschlitz zu erzeugen, denn sonst wird der Ölfilm im Inneren ranzig und verdirbt Euch beim nächsten dopfen das Essen.